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Kleiner geschichtlicher Abriss

Mit dem Rüstzeug einer gründlichen Ausbildung und nach ausgedehnten Studienreisen kehrte Philipp-Jakob Wieland in seine Vaterstadt Ulm zurück. Im Alter von 27 Jahren übernahm er von seinem Onkel Thomas Frauenlob die damals schon 250 Jahre bestehende Kunst- und Glockengießerei in der Rosengasse. Er gab dies der Ulmer Bevölkerung am 19. Oktober 1820 in der Zeitung Ulmisches Intelligenzblatt bekannt und bot an, gegossene Messingartikel aller Art herzustellen.

Damals ahnte noch niemand, aber heute wissen wir, dass sich hier ein Mann ans Werk machte, der nach Charakter, Arbeitsdrang und Umsicht zu Recht ein Industriepionier genannt wird.

Die Geschichte der Wieland-Werke begann 1820 mit der Kunst, aus Kupferlegierungen Glocken und Gebrauchsgegenstände zu gießen. Seither haben Kupferwerkstoffe aus unserem Hause einen guten Klang. Im Lauf der Zeit hat das Unternehmen die Verfahrens- und Herstellungstechnik weiterentwickelt und maßgebend beeinflusst.


Chronik der Wieland-Werke seit 1820   
1820 Philipp Jakob Wieland übernimmt die Kunst- und Glockengießerei seines Onkels Thomas Frauenlob in der Ulmer Rosengasse.
1841 Bau neuer Walzwerke und Drahtzüge in Herrlingen
1859 Kauf eines neuen Geländes am heutigen Willy-Brandt-Platz in Ulm
1864 In der neu erworbenen Kraußschen Mühle in Vöhringen, 17 km südlich von Ulm, wird ein Messingwalz- und Drahtzugwerk gebaut.
Im Rohrzug Ulm werden Rohre erstmals nahtlos gefertigt.
1865 Inbetriebnahme des Werks Vöhringen mit einer Anfangsbelegschaft von 38 Mitarbeitern
1891
Die Plattengießerei wird von Ulm nach Vöhringen verlegt.
1893 Das Werk Vöhringen erhält ein Industriegleis.
1898 Aufnahme der Stangenfabrikation
1901 Einführung des Strangpressverfahrens; in Vöhringen wird die erste Strangpresse für Profile und Rohre in Betrieb genommen.
1919 Umwandlung der OHG in die Wieland-Werke AG
1922 Gründung der Wieland-Stiftung
1924 Die Kohleöfen in der Vöhringer Gießerei werden auf elektrische Induktionsöfen umgestellt. Messing wird warmgewalzt.
1929 Eine neuzeitliche Warmwalze wird in Vöhringen installiert. Sie ist bis 1972 in Betrieb.
1931 Messingwerk Schwarzwald AG erworben
1933 Verfahren zum Stranggießen von Rundbolzen und Walzbarren wird zur Produktionsreife entwickelt.
1939 Erste Hollerith-Maschinen werden aufgestellt. Beginn der automatisierten Datenverarbeitung
1945 Das Werk Ulm ist größtenteils durch Bombenschäden zerstört; Demontage wichtiger Produktionsanlagen im Werk Vöhringen
1946 Wiederaufbau
1950/60 Erweiterung der Fertigungskapazitäten; eine weltweite Vertriebsorganisation wird aufgebaut.
1961 Produktionsbeginn im neuen Vöhringer Rohrzug
1969 Schwarzwälder Metallhandel in Schwenningen gegründet
1970 Einrichtung der gemeinnützigen Stiftung Berufsbildungswerk Philipp Jakob Wieland
1972 Produktionsbeginn im Walzwerk Nord in Vöhringen
1980 Schneidcenter in Wheeling (USA) eröffnet
1982 Umzug von Ulm in das neue Werk und das Verwaltungsgebäude im Ulmer Donautal
1987 Erwerb der Langenberg Kupfer- und Messingwerke, einschließlich einer Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg
Einweihung des Walzwerks in Wheeling (USA)
1988 B. Mason & Sons Ltd. in Birmingham (GB) wird Mitglied der Wieland-Gruppe.
1989 Übernahme Schneidcenter Nemco Metals, Northampton (GB)
1990 Beteiligung am Schneidcenter Cimsa in Barcelona (E)
1991 Schneidcenter Wieland Metals Singapore eröffnet;
1993 Neue Stangen-, Profil- und Drahtfertigung im Vöhringer Südgelände betriebsbereit;
Schneidcenter Erich Rössler, Kaufbeuren, mehrheitlich übernommen
1998 Schneidcenter Semimetais in Porto (P) übernommen
1999 Mehrheitsbeteiligung an der Austria Buntmetall AG, Enzesfeld mit Gesellschaften in Amstetten und Enzesfeld (A);
Vertriebsbüro in Schanghai (CN) eröffnet
2001 Metallwerke Schwarzwald und Langenberg Kupfer- und Messingwerke in die Wieland-Werke AG integriert;
Eröffnung des Schneidcenters in Schanghai
2002 Im Werk Vöhringen wird eine neue Warmwalze in Betrieb genommen; damit findet die bis dahin größte Investition ihren Abschluss, nämlich die Erweiterung der Vorwalzbandfertigung.
2003 Gemeinschaftsunternehmen mit Kobe Steel Japan in den USA gegründet: Die KobeWieland Copper Products fertigt in Pine Hall (USA) glatte und innenberippte Kupferrohre. In Wheeling (USA) werden außenberippte Kupferrohre - so genannte chiller tubes - gefertigt.
2005 Erwerb der Manner Metals, Kopenhagen, (DK); Vertriebsbüros in Bangalore (IND) und Shenzhen (CN) eröffnet
2006 Umzug der Verwaltung und des Schneidcenters in Singapur ins neue Werk
2007 Erwerb der Almeta Stahl- und Metallhandel AG in Solothurn (CH)
Eröffnung Walzwerk in Singapur
Inbetriebnahme der erweiterten Gleitlagerfertigung im Werk Ulm
Vertriebsbüros in Moskau (RUS) und Tokio (J) eröffnet
Handelsunternehmen in Prag (CZ) eröffnet
2008 Handelsunternehmen in Warschau (PL) eröffnet
Beteiligung an Wolverine Tube Shanghai (CN)

Erwerb der SMB Sondermaschinenbau GmbH, Waren/Ulm, heute: Wieland Anlagentechnik GmbH, Ulm.
Inbetriebnahme einer neuen Presse im Werk Vöhringen
2009 Erwerb der Handelsgesellschaft Fudickar Sauerländer Metallhandel, Hagen-Hohenlimburg
2010 Die beiden österreichischen Werke Buntmetall Amstetten, Amstetten, und Enzesfeld-Caro Metallwerke, Enzesfeld, werden zu einem Unternehmen zusammengeführt. Gemeinsamer Name ist „buntmetall amstetten Ges.m.b.H.“
Wolverine Tube und Wieland-Gruppe gründen „Wolverine/Wieland Heat Transfer Technologies“ mit Sitz in Huntsville (USA) und Ulm. Das Gemeinschaftsunternehmen dient der Entwicklung von Wärmeübertragungstechnologie.
Übernahme des von Kobe Steel, Japan, gehaltenen Anteils an KobeWieland Copper Products, USA. Neuer Name ist Wieland Copper Products, LLC.
2011 Vertriebsbüro in Anyang (ROK) und in São Paulo (BR) eröffnet.
Inbetriebnahme einer neuen Bolzengießanlage im Werk Vöhringen
2012 Eröffnung der Schneidcenter Wieland Metals Shenzhen (CN) und Wieland Metals India (IN)

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© der Wieland-Werke AG, 2002

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