Kältemittelreduktion - Nachhaltig gelöst
Kältemittelreduktion - Nachhaltig gelöst

Eiskalt reduziert: OVUM braucht ein Viertel weniger Kältemittel

Ein Thema beschäftigt die Kälte- und Klimabranche derzeit wie kein anderes: Die EU F-Gase-Verordnung und ihre Konsequenzen. So brachte das Jahr 2018 eine erhebliche Preissteigerung von etablierten Kältemitteln. Das österreichische Unternehmen OVUM konnte mit einer Lösung von Wieland die Kältemittelfüllmenge in seinen Wärmepumpen drastisch reduzieren.

Seit 01. Januar 2015 gilt die EG-Verordnung 517/2014 (F-Gase-Verordnung). Sie schreibt die Reduktion der Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) und anderer Gase mit einem hohen Treibhauspotenzial in der EU für die Kältemittelindustrie und Importeure vor und ist Treiber einer enormen Preisexplosion bei diesen Kältemitteln. Bis zum Jahr 2030 müssen zum Beispiel die in der EU in den Verkehr gebrachten Mengen von teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) schrittweise auf ein Fünftel der heutigen Verkaufsmengen reduziert werden. Hier wurde 2018 eine signifikante Stufe erreicht - im Vergleich zum Vorjahr durften rund 30 Prozent weniger der betroffenen Kältemittel in den Verkehr gebracht werden. „Die F-Gase-Verordnung hat gleich mehrere Folgen: Zum einen führt sie zu einer Verknappung klassischer Kältemittel auf dem Markt und damit zu deutlich höheren Preisen. Zum anderen haben Kältemittelhersteller eine Vielzahl an Substituten auf den Markt gebracht, mit denen unsere Kunden noch keine Erfahrungswerte haben“, erklärt Steffen Rieger, Director Sales & Technical Marketing des Bereichs Thermal Solutions bei Wieland.

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Bewährte Technologie neu definiert

Wieland unterstützt Kunden hier auf mehreren Ebenen. Um Klarheit in die Effizienz von Substituten zu bringen, werden die thermodynamischen Eigenschaften neuer Kältemittel im hauseigenen Labor getestet. „Wir messen derzeit unzählige neue Kältemittel, um unseren Kunden Wärmeübertragungsdaten zur Verfügung stellen zu können“, so Steffen Rieger. „Mit Hilfe dieser Daten können Wärmeübertrager effizienter ausgelegt werden“. Zusätzlich werden auch die eigenen Produkte weiter optimiert. Ein wesentliches Beispiel ist die Steigerung der Leistung pro Meter Rohr durch veränderte Oberflächenstrukturen. Mit wärmetechnisch optimierten Rohren können Wärmeübertrager kompakter gebaut, der Materialeinsatz reduziert und der Bedarf an Kältemittel gesenkt werden.

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Effiziente Wärmeübertragung mit Rippenrohren aus Kohlenstoffstahl in Pufferspeichern

Zusätzlich unterstützt Wieland's umfassende Werkstoff- und Umformexpertise. „Es ist uns mittlerweile gelungen, Strukturen, die es bei Kupferprodukten schon lange gibt, auch auf schwer umformbare Materialen zu übertragen“, erklärt Rieger. So können mittlerweile auch Rohre aus schwer umformbaren Werkstoffen wie Stahl, Edelstahl und Titan berippt angeboten werden. Dies eröffnet für viele Anwendungen, bei denen bislang noch standardmäßig Glattrohre eingesetzt werden, neue Möglichkeiten. „Ein Rippenrohr statt einem Glattrohr einzusetzen emöglicht, einen Wärmeübertrager 20-30 Prozent kürzer zu bauen. Das spart Material und gleichzeitig auch 20-30 Prozent Kältemittel“, unterstreicht Rieger.

Steffen Rieger

Hallo, ich bin Steffen Rieger
Haben Sie Fragen zu unseren Rippenrohren und Wärmetauschern?

Innovative Lösung für weniger Kältemittel – cool und prämiert

Genau solch eine Lösung kommt seit kurzem bei der OVUM Heiztechnik GmbH zum Einsatz. Das 2014 gegründete Startup baut Wärmepumpen-Komplettsysteme und Warmwasserwärmepumpen, für die es unter anderem mit dem österreichischen Staatspreis Innovation und dem Futurezone Award 2017 ausgezeichnet wurde. Die Innovationsbereitschaft des jungen Unternehmens wird auch in der schnellen Adaption seines Produktes auf die neuen Marktgegebenheiten deutlich. „Wir waren auf der Suche nach einer Möglichkeit, mit weniger Kältemittel die gleiche Leistung zu erbringen“, erzählt Armin Hofreiter, Projektleiter bei OVUM, „als Wieland 2017 uns die Möglichkeit anbot, unseren Wärmetauscher in Stahl für uns zu fertigen, waren wir sofort interessiert“.

A. Hofreiter, Projektleiter

"Mit dem Rippenrohr­wärmeübertrager von Wieland konnten wir das Kältemittel in unseren Produkten um circa 25 % reduzieren."

Bereits ein Jahr später konnte OVUM die ersten Anlagen mit dieser Lösung ausliefern. Der Wärmeaustauscher von Wieland punktet gleich mehrfach: Durch die große Außenfläche der verbauten Rippenrohre reduziert sich die Rohrlänge. Der Kondensator ist kompakter und kann so im Pufferspeicher für maximale Effizienz im unteren kälteren Bereich des Pufferspeichers verbaut werden.Außerdem ist der Wärmetauscher deutlich leichter. Dies vereinfacht Transport und Installation der gesamten Anlage. Und schließlich braucht es für den Betrieb weniger Kältemittel: „Wir brauchten vorher immer 4 Kilogramm Kältemittel, jetzt kommen wir mit rund 2,9 Kilo aus. Mit dem Rippenrohrwärmeübertrager von Wieland konnten wir das Kältemittel in unseren Produkten also um mehr als 25 Prozent reduzieren.“ Und das ist gut für den Geldbeutel und die Umwelt.

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1:47 min

Weniger Kältemittel und nachhaltige Alternativen dank Wieland-Lösungen

Um nachhaltig und zukunftsfähig zu wirtschaften, ist ein frühzeitiger Wechsel auf alternative Lösungen mit weniger oder umweltschonenden Kältemitteln für Planer und Anlagenbauer unerlässlich. Denn schon jetzt führt die EG-Verordnung 517/2014 zu einer Verknappung und zu einem Preisanstieg bei Kältemitteln. Wieland unterstützt Sie dabei mit individueller Beratung und passenden Produktlösungen.

Auf einen Blick

  • Durch die EU-Verordnung für fluorierte Treibhausgase steigen die Preise für synthetische Kältemittel mit hohem Treibhauspotential.
  • Wieland unterstützt Kunden mit wärmetechnischen Daten von alternativen Kältemitteln und Produktlösungen, mit denen Kältemittelmengen in klima- und heizungstechnischen Anwendungen deutlich reduziert werden können.
  • OVUM setzt auf einen Rippenrohrwärmeübertrager aus Stahl von Wieland und profitiert von der kompakten Bauweise und dem reduzierten Kältemittelbedarf.