Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Für uns haben Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden höchste Priorität. Ziel ist es, das sicherste Arbeitsumfeld innerhalb der Metallindustrie zu schaffen. Unsere Vision „Alle Mitarbeitenden gehen jeden Tag sicher nach Hause“ steht für eine tief verankerte Arbeitssicherheitskultur, mit welcher wir einen proaktiven, systematischen Ansatz zur Minimierung von Arbeitsunfällen, Verletzungen und Gesundheitsrisiken. Diese Strategie bildet die Grundlage aller Maßnahmen und wird kontinuierlich weiterentwickelt, um eine einheitliche Umsetzung an allen Standorten und in allen Funktionen sicherzustellen.

AmbitionenMeilensteineZieljahrStatus
Wir stelllen sicher, dass alle Mitarbeitenden jeden Tag sicher nach
Hause gehen.
Lost Time Incident (LTI) Rate7) um 90 % reduziert8)2029/30 
MySafety E-learning von 90 % aller Mitarbeitenden absolviert2025/26
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Sicherheitskultur durch Safety Days, Safety Walks und Safety Ambassador Award gestärkt2025/26
Sicherheitsdaten-Managementsystem implementiert2024/25
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Wir fördern eine gesundheitsorientierte Führungskultur, bei der das
körperliche und geistige Wohlbefinden am Arbeitsplatz eine zentrale
Rolle einnimmt.
Grundsätze für einen globalen Gesundheitsmanagementansatz definiert2026/27
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Proaktives Risikomanagement zur Identifizierung psychologischer Stressfaktoren am Arbeitsplatz eingerichtet
und Präventionsmaßnahmen definiert
2025/26
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Mental Health First Aid (MHFA) Unterstützungsnetzwerk eingerichtet2025/26

7) Lost Time Incident Rate (Rate der Ausfalltage infolge von Arbeitsunfällen), d. h. Unfälle mit Zeitausfall von mindestens einer vollständigen Schicht, bezogen auf 1 Mio. Arbeitsstunden
8) Im Vergleich zum Basisjahr 2019/20

Abgeschlossen
In Bearbeitung
Gestartet

Globale Arbeitssicherheitsstrategie

Unser „House of Safety“

 

Zur weiteren Verbesserung der Ausfalltage infolge von Arbeitsunfällen haben wir im Geschäftsjahr 2023/24 eine globale Arbeitssicherheitsstrategie eingeführt und entwickeln diese seitdem kontinuierlich weiter.

Diese Strategie basiert auf einem gruppenweit einheitlichen Verständnis von Arbeitssicherheit und einem sicheren Arbeitsumfeld. Mit dem Sicherheitsdaten-Managementsystem fußt sie auf einem starken Fundament und wird von stabilen Säulen getragen, welche die Prioritäten im Bereich Arbeitssicherheit unterstreichen: globale Sicherheitsstandards, die „Goldenen Regeln“, Unternehmensführung, Führungsverhalten und dem Engagement der Mitarbeitenden. Im Rahmen der Strategie wird dies als „House
of Safety“ zusammengefasst.

Verringerung der LTI-Rate

 

Das langfristige Ziel für uns ist es, die Rate der Ausfalltage infolge von Arbeitsunfällen (LTI-Rate = Lost Time Incident Rate) bis 2030 um 90 % gegenüber dem Basisjahr 2019/20 zu senken. Im Berichtsjahr lag die LTI-Rate bei 0,4 (gegenüber 1,0 im Geschäftsjahr 2023/24), was einer deutlichen Reduzierung von 60 % gegenüber dem Vorjahr und 85 % gegenüber dem Basisjahr 2019/20 entspricht.

 

 

Unsere acht „Goldene Regeln“

** Hier nur die Icons in einer Reihe mit Beschriftung nebeneinander platzieren

  1. Flüssiges Metall
    Ich halte Metall- und Schrottströme frei von Verunreinigungen und Flüssigkeiten.
     
  2. Schwebende Lasten
    Ich arbeite oder gehe niemals unter einer schwebenden Last.
     
  3. Beengte Räume
    Ich treffe alle Sicherheitsvorkehrungen, bevor ich einen beengten Raum betrete.
     
  4. Anlagensicherheit
    Ich greife nicht in laufende Anlagen ein.
  1. Sicherheit im Straßenverkehr 
    Ich plane vorausschauend, um Ablenkungen beim Fahren zu vermeiden
     
  2. Lock-Out Tag-Out
    Ich schalte alle möglichen Energiequellen ab, bevor ich mit Wartungsarbeiten beginne.
     
  3. Arbeiten in der Höhe
    Ich sichere mich gegen einen Absturz bei Arbeiten in der Höhe.
     
  4. Transportsicherheit
    Ich halte zwischen Fahrzeugen und Fußgänger:innen einen sicheren Abstand ein.

Im Berichtsjahr wurden schrittweise die acht Goldenen Regeln in den Fokus gerückt: Jeden Monat wurde eine der acht Regeln veröffentlicht und in Diskussionsformaten mit allen Mitarbeitenden besprochen. Dadurch wurde über das gesamte Berichtsjahr hinweg, das Bewusstsein für die Goldenen Regeln geschärft und deren zugrundeliegenden Prinzipien in die täglichen Arbeitsabläufe integriert. Die Einhaltung der Goldenen Regeln ist obligatorisch und nicht verhandelbar.

Neben den Goldenen Regeln, stellen die von uns erarbeiteten Sicherheitsstandards eine weitere wichtige Säule der Arbeitssicherheitsstrategie dar. Da jeder Standort spezifische Betriebsbedingungen hat, sind die Standards so konzipiert, dass sie trotz technologischer Unterschiede ein gleichbleibend hohes Sicherheitsniveau gewährleisten.

Förderung einer sicheren Arbeitsumgebung

 

Seit der Einführung der globalen Arbeitssicherheitsstrategie fanden an allen Standorten Schulungen und Dialogformate zu den acht Goldenen Regeln statt. Ein zentraler Schritt in der weiteren Umsetzung war die Veröffentlichung des Sicherheitshandbuchs „Leading Safely at Wieland – Our Toolbox“. Es erläutert wesentliche Elemente wie das House of Safety, die Goldenen Regeln und die Methodik zur Bewertung potenziell schwerer Verletzungen und Todesfälle (PSIF/SIF). Das Handbuch stellt Führungskräften und Mitarbeitenden klare Instrumente zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen, schwere Unfälle zu vermeiden und eine Kultur gemeinsamer Verantwortung sowie kontinuierlicher Verbesserung zu stärken. Ergänzend dazu finden regelmäßige Sicherheitsunterweisungen statt, um Partner über potenzielle Gefahren zu informieren und klare Anweisungen für sicheres Arbeiten zu geben. Durch die gruppenweite Zugänglichkeit dieser Ressource rücken wir unserer Vision, dass alle Mitarbeitenden jeden Tag sicher nach Hause gehen, einen weiteren Schritt näher.

Meldung und Untersuchung von Ereignissen und Vorfällen

 

Im Rahmen der neu eingeführten Methode zur Bewertung und Analyse potenzieller schwerer Verletzungen und Todesfälle (PSIF/SIF) wird jedes gemeldete Ereignis systematisch geprüft, um zu bestimmen, ob es sich um einen PSIF oder SIF handelt. Dieser Ansatz richtet den Fokus nicht nur auf tatsächliche Vorfälle, sondern auch auf Beinaheunfälle und unsichere Situationen, die zu lebensbedrohlichen oder lebensverändernden Ereignissen hätten führen können. Ziel ist es, von einem reaktiven zu einem proaktiven Arbeitssicherheitsmanagement überzugehen und Ressourcen dort einzusetzen, wo das potenzielle Risiko am höchsten ist.


Ergänzend zu den bestehenden Kennzahlen wie der Lost Time Incident (LTI)-Rate sowie der PSIF- und SIF-Rate haben wir zusätzliche Indikatoren eingeführt, um Transparenz und Vergleichbarkeit innerhalb der Gruppe weiter zu verbessern. Dazu gehört unter anderem die Gesamtzahl der meldepflichtigen Unfälle (RC-Rate), die als zentrale Kennzahl für die Analyse der Sicherheitsleistung im gesamten Unternehmen dient.


Mit dem Abschluss der Einführung unseres neuen Sicherheitsdatenmanagementsystems verfügt das House of Safety nun über ein starkes Fundament. Das System erhöht die Transparenz sicherheitsrelevanter Daten und unterstützt verbesserte Entscheidungen, klare Priorisierungen und kontinuierliche Verbesserungsprozesse.

Sicherheitstraining und Engagement der Mitarbeitenden


Alle Mitarbeitenden erhalten bei ihrem Eintritt eine grundlegende Arbeitssicherheitsschulung. Zur Umsetzung unserer globalen Arbeitssicherheitsstrategie haben wir im Berichtsjahr eine umfassende E‑Learning‑Reihe eingeführt, die die Module „My Safety – our commitment“, „Goldene Regeln“ und „Vorbeugen schwerer Verletzungen und Todesfälle (Serious Injury and Fatality, SIF)“ umfasst.


Seit dem Geschäftsjahr 2024/25 verleihen wir zudem den Safety Ambassador Award, mit dem Mitarbeitende für ihr herausragendes Sicherheitsbewusstsein und ihr Engagement im Bereich Arbeitssicherheit ausgezeichnet werden.


Ergänzend dazu setzen wir auf eine konsequente Gesundheitsvorsorge und -förderung. Unser Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Gesundheit stärkt, Risiken minimiert, die nachhaltige Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden unterstützt und das notwendige Wissen für einen gesundheitsbewussten Lebensstil vermittelt.