Nachhaltige Beschaffung

Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um Umwelt- und Sozialstandards sicherzustellen und kontinuierlich zu verbessern. Unser strategischer Fokus liegt hierbei auf der Metallbeschaffung. Um das gruppenweite Ziel zur Senkung der Scope-3-Emissionen zu erreichen, setzen wir verstärkt auf die Beschaffung von metallischen Rohstoffen mit niedrigem CO2-Fußabdruck und fördert aktiv die Kreislaufwirtschaft.

AmbitionenMeilensteineZieljahrStatus
Wir gewährleisten eine verantwortungsvolle Beschaffung von Konfliktmineralien
und eine ausreichende Sorgfaltspflicht in der Lieferkette,
wobei wir Menschenrechte und Umweltstandards wahren.
Jährliche Bewertung aller Lieferanten hinsichtlich ökologischer und sozialer Risiken durchgeführt2024/25
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Lieferantenkodex von strategischen Lieferanten9) akzeptiert oder ein gleichwertiger Code of Conduct bereitgestellt2025/26 
Wir verbessern die Verfügbarkeit lieferantenspezifischer Daten und
treiben die Dekarbonisierung unserer Lieferkette aktiv voran.
Verfügbarkeit von lieferantenspezifischen PCF- und RC-Daten für strategische Lieferanten10) von Primärmetallen,
Formaten und Vorlegierungen verbessert
2026/27 

9) Basierend auf dem Anteil am gesamten Einkaufsvolumen für Metalle, Investitionsgüter, (in)direktes Material und der strategischen Bedeutung
10) Basierend auf dem Anteil am gesamten Einkaufsvolumen für Metalle und der strategischen Bedeutung

Abgeschlossen
In Bearbeitung
Gestartet

Unser Ansatz für nachhaltige Beschaffung

Für uns ist Transparenz in der Lieferkette ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvollen Wirtschaftens. Deshalb erwarten wir von allen strategischen Lieferanten von Primärmetallen, Formaten und Vorlegierungen, basierend auf ihrem Anteil am gesamten Einkaufsvolumen für Metalle und ihrer strategischen Bedeutung, auf Anfrage die Offenlegung des Product Carbon Footprint (PCF) sowie der Rezyklatwerte ihrer Produkte. Damit fördern wir aktiv die Dekarbonisierung unserer Wertschöpfungskette und die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft.

Sorgfaltspflichten im Blick

Als metallverarbeitendes Unternehmen zählt es zu unseren zentralen Aufgaben
und Verantwortlichkeiten, wirtschaftlichen Erfolg mit der Gesundheit und dem Wohlergehen von Mensch und Umwelt in Einklang zu bringen. Zur Wahrnehmung der unternehmerischen Sorgfaltspflichten führt Wieland Risikoanalysen durch und verpflichtet Lieferanten zur Einhaltung definierter Standards. So wird den steigenden Kundenanforderungen an umweltfreundliche und verantwortungsvoll hergestellte Produkte Rechnung getragen. 

 

Des Weiteren orientieren wir uns an international anerkannten Standards wie den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie den Grundsätzen der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Seit 2021 ist Wieland Unterzeichner des UN Global Compact und hat sich dazu verpflichtet, die zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung in der Geschäftstätigkeit umzusetzen. Mit ihren Lieferanten arbeitet die Organisation gezielt zusammen, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards kontinuierlich zu verbessern.

Unser Ansatz für verantwortungsvolle Beschaffung (Test)

 

  • Sorgfaltspflichten im Blick

Wir führen fortlaufende Risikoanalysen zu Menschenrechten und Umweltrisiken durch und verpflichten unsere Lieferanten zur Einhaltung klar definierter Nachhaltigkeitsstandards.

 

  • Due-Diligence-Prüfung für bestehende und neue Lieferanten

Wir bewerten Tier‑1‑Lieferanten regelmäßig anhand von Länder‑ und Branchenrisiken, arbeiten gezielt an Verbesserungen und überprüfen Maßnahmen durch jährliche Risikoanalysen.

 

  • Lieferantenkodex, nachhaltige Beschaffung und Materialkonformität

Unser Lieferantenkodex und die globale Beschaffungsrichtlinie setzen verbindliche Anforderungen; bei Konfliktmineralen wenden wir OECD‑ und RMI‑Standards an und verpflichten zur Einhaltung unserer eigenen Richtlinie.

Due-Diligence Prüfung für bestehende und neue Lieferanten

 

Zur Umsetzung der Sorgfaltspflichten haben wir einen fortlaufenden Prozess eingeführt, der tatsächliche oder potenzielle Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltrisiken, insbesondere bei den unmittelbaren Lieferanten identifiziert, abmildert und verhindert.

 

Auf der Grundlage der Risikobewertung arbeiten wir mit seinen Tier-1-Lieferanten zusammen, um ihre Geschäftspraktiken zu bewerten und die Realisierung einer verantwortungsvollen Lieferkette zu unterstützen. Eine regelmäßige und anlassbezogene Risikoanalyse, die sich aus Länder- und Branchenrisiken sowie täglichen Warnmeldungen
zu Menschenrechts- und Umweltverstößen zusammensetzt, dient dazu, Lieferanten mit hohem Risiko zu identifizieren.

 

Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und zielgerichtet mit den Lieferanten zusammenzuarbeiten. Regelmäßige Wirksamkeitskontrollen durch jährliche Risikoanalysen unterstützen Wieland, die Standards bei den Lieferanten weiter zu verbessern.

Lieferantenkodex und Nachhaltige Beschaffungsrichtlinie

 

Unser Lieferantenkodex legt die Erwartungen von Wieland in Bezug auf Menschen- und Arbeitsrechte, Klima- und Umweltschutz, verantwortungsvolle Beschaffung und unternehmerische Verantwortung verbindlich fest

 

Ergänzend zum Lieferantenkodex definiert die globale Nachhaltige Beschaffungsrichtlinie die Leitplanken für einen ganzheitlichen und verantwortungsvollen Beschaffungsansatz bei Wieland. Sie unterstützt die Umsetzung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht und trägt zur Förderung fairer Wettbewerbsbedingungen und enthält verbindliche Anforderungen in Bezug auf Menschenrechte und Umweltstandards.

Materialkonformität

 

Für Konfliktmineralien und -metalle wie Tantal, Zinn, Wolfram, Gold und deren Erze (Kassiterit, Kolumbit-Tantalit und Wolframit, oft als 3TG bezeichnet) nutzen wir den standardisierten OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains from Conflict-Affected and High Risk Areas (CAHRA) Prozess. Gleichzeitig verlassen wir uns auf die Compliance-Audits der Responsible Mining Initiative (RMI), die sich auf Sozial- und Umweltstandards in Lieferketten von Mineralien und Metallen konzentrieren.


Wir arbeiten mit Partnern, die die RMI-Anforderungen erfüllen, d.h. deren Produktionsstätten entweder RMI-konform sind oder die von Schmelzbetrieben oder Raffinerien beziehen, die auf der Conformant List oder Active List der RMI aufgeführt sind. 

 

Auf Basis aktueller Standards arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung und Aktualisierung von Material Compliance Vorschriften. Als Teil dieses Prozesses haben wir eine eigene Richtlinie zum Umgang mit Konfliktmineralien etabliert, die von Lieferanten von Konfliktmineralien einzuhalten ist.

Im Fokus: Menschenrechtliche Sorgfaltsplicht

Wir als Wieland Gruppe bekennen uns zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den zehn Prinzipien des UN Global Compact sowie den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Diese Grundsätze bilden die Basis für unser unternehmerisches Handeln und sind in der gruppenweit gültigen Richtlinie zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen verankert, die sich an alle Mitarbeitenden richtet. Im Rahmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht wurde eine Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte gemäß den Anforderungen des LkSG
formuliert.

 

Wir erwarten von Lieferanten, dass sie die definierten Menschenrechts- und Umweltstandards einhalten und deren Umsetzung auch in ihren eigenen Geschäftsbeziehungen sicherstellen. Wir setzen uns für die Beschaffung aus verantwortungsvollen Quellen ein, die ein hohes Maß an Sicherheit bieten und relevante
Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechtsbestimmungen berücksichtigen. Diese Anforderungen sind im Lieferantenkodex festgelegt, der anlassbezogen aktualisiert und durch die globale Richtlinie für nachhaltige Beschaffung ergänzt wird. 

 

Dafür haben wir ein Hinweisgeberprotal eingerichtet, welches auch für Fragen im Zusammenhang mit der Lieferkette offen ist. Es bildet einen wesentlichen Bestandteil unserer Compliance-Strategie und ermöglicht ein schnelles Reagieren auf Missstände.